Wo sind denn die Kängurus?

Ausflug mit geflüchteten Kindern und ihren Familien in die Wilhelma:


Bei Schneewetter gehört den Tropentieren (fast) alle Aufmerksamkeit
„Wo sind denn die Kängurus?“, Mohammed steht enttäuscht vor dem großen, aber verwaisten Gehege der Riesenkängurus.
An diesem winterlichen Tag mit Schnee- und Graupelschauern war es in der Wilhelma einfach zu frostig für die  Beuteltiere aus dem heißen Australien. Sie hatten sich, wie viele kälteempfindliche Tiere auch, in ihr geschlossenes Haus zurückgezogen.
„Hammed“, der aufgeweckte Junge aus dem Irak, war gemeinsam mit seiner Familie und 84 weiteren Wilhelma-Besuchern aus dem Kreis der geflüchteten Menschen und deren Begleiter auf Einladung der BürgerStiftung Waldenbuch und des Freundeskreises für Flüchtlinge, der die Fahrtkosten übernahm, in die Landeshauptstadt aufgebrochen und lief eifrig mit dem Lageplan in der Hand seiner Gruppe voran durch den Zoo. Weil es draußen so ungemütlich war, zog es alle immer wieder in die vielen Häuser, um sich aufzuwärmen. Dort schenkten die Ausflügler dann den Schmetterlingen, Flughunden, den vielen Reptilien und Fischen ihre ganze Aufmerksamkeit.
Und langweilig war es dort nicht: Wann bekommt man schon Tierpfleger zu sehen, die einem ausgewachsenen Königspython Augensalbe verpassen? Und wie schön war es im Tropenhaus, wo handtellergroße Schmetterlinge im Urwald umherflatterten! Wilhelmabesuch einmal anders. Kinder und Erwachsene freuten sich gleichermaßen über die Einladung und machten unzählige Fotos vor exotischer Kulisse. Und als Hammed dann den Pinguinen ganz nah kommen durfte, war das frierende Känguru längst vergessen.
 

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